"Wo ist der Mechatroniker mit Philosophie-Examen?" - so lautet der Titel eines SZ-Artikels von Verena Wolff, der heute erschienen ist. Darin geht es um Studierende, die nicht von der Schule sofort zur Hochschule gewechselt sind. Und speziell um solche, die ohne Abitur, aber mit Meisterbrief in der Tasche ein Studium beginnen

- im Augenblick sind das nur zwei Prozent aller Studierenden, aber dieser Prozentanteil wächst rasant.

Natürlich wird ein Mechatroniker kaum Philosophie studieren, sondern eher Wirtschaftsingenieurwesen - wie der 27-jährige Bastian Schinner, der in dem Artikel vorgestellt wird. Zitat:

"Man muss sich schon dahinterklemmen und Zeit investieren, sonst wird das nichts mit dem Studium", sagt Schinner.

Zu dieser simplen Einsicht sind viele Abiturient*innen nach meiner Erfahrung mit neunzehn Jahren noch nicht gelangt. An anderer Stelle heißt es:

Also entschied er sich, nach mehreren Mathe- und Physik-Vorkursen, zur Immatrikulation an der Hochschule.

Auch dieser Punkt - die intensive Vorbereitung auf ein MINT-Studium durch die Teilnahme an Brückenkursen - wird von manchen Erstsemestern vernachlässigt. Fazit der Autorin:

... die ausgebildeten Studierenden ... sind zielstrebiger und sich meist in der Entscheidung sicher.